Aug 312013
 

Waren die Bürger an der Westküste nur Versuchskaninchen?

So langsam sickern weitere Informationen zur Stromanleihe für die Westküstenleitung durch. Der ursprüngliche Wunsch des Bundesumweltministers, Bürger sollen sich beteiligen und die Stromanleihe zeichnen, geht nicht auf. Ein Glück, die Bürger haben sich auf diesem Blog schlau gemacht.

Der Blog, Geld vermehren, hat rechtzeitig im Juni auf die Risiken der Bürgeranleihe hingewiesen. Solch eine Anleihe darf nicht als „bei uns ist Ihr Geld sicher“ verkauft werden. Mitte Juli, bevor die Presse über die Bürgeranleihe berichtete, war auf dem Blog „der Teufel“ los.

Viele Informationen wurden zur Bürgeranleihe aufgenommen und viele Redakteure haben recherchiert. Das Ergebnis daraus waren Überschriften:

„Bürgeranleihe ungeeignet für Privatanleger oder Bürgeranleihe zu riskant, Finanzprofis warnen vor der Stromanleihe, Vernichtendes Urteil – Regierung verleitet Bürger zu oder Verbraucherschützer raten von der Tennet-Bürgeranleihe ab. Auch im August liest man: Für Verbraucher ungeeignet, für Privatanleger zu riskant“

Dabei haben doch alle Würdenträger für die Bürgeranleihe gestimmt.

Auch ohne Bürgerbeteiligung soll die Investition durchführbar sein. So wird es in der Presse verbreitet. Nur wenige hundert Bürger sollen gezeichnet haben, obwohl eine Zielmarke von 30.000 Haushalten angesprochen werden sollte und die Chance zur vorrangigen Zeichnung erhalten haben. Tennet wiegelt indessen ab, „diese Zielmarke der Beteiligung habe es nicht gegeben“.

Verlängerung der Zeichnungsphase – Versuchskaninchen Bürger sind abgeneigt
Ein bitterer Tropfen wird hinzugefügt, die Zeichnungsphase der Hybridanleihe wird verlängert. Im Monat August endet die normale Zeichnungsfrist dieser Anleihe, deren Bonität nicht gerade berauschend ist. Die Zeichnungsfrist soll verlängert werden. „Weil kaum gezeichnet wurde?“. Als Grund für die Zeichnungsverlängerung wird das Pilotprojekt Bürgerbeteiligung genannt. Es soll zeigen, ob dieses Instrument von der Bevölkerung angenommen wird und gleichzeitig, ob es auf andere Projekte übertragen werden kann.

 „Bürger der Westküste“ sind Versuchskaninchen der Bürgerbeteiligung-Stromanleihe Westküstenleitung

Bevor solche Pilotprojekte zur Bürgerbeteiligungen gestartet werden, sollten der Emittent und die unterstützende Obrigkeit besser recherchieren und die Bürger nicht als Versuchskaninchen ausnutzen. An die Herren Politiker: „Sie sind vom Volk gewählt und Sie sollen sich für die Bürger einsetzen und kein Schmarren betreiben“.

Werbecampagne für den Mittelstand wäre sinnvoller gewesen.

Die Werbecampagne die Umweltminister Altmaier für Tennet betrieben hat, wäre besser eingesetzt für die provisionsfreie Beratung, zum Beispiel für die Honorarberatung.

Klarstellung zur sogenannten Beteiligung!

Ist die Bürgeranleihe eine Beteiligung oder eine Finanzierung?

Jedem Bürger sollte klar sein, dass mit der Zeichnung dieser Anleihe keine Beteiligung im Sinne der Vermögensanlagen vorgenommen wird. Klar ist, das Tennet von Ihnen einen persönlichen Kredit erhält. Dieser Kredit (s. Unterlagen zur Anleihe) wird im ausgewiesenen Rating nicht gerade gut bewertet. Dieser Kredit ist, so nennt man es: verbrieft. „Verbrieft in Form einer handelbaren Anleihe“.
Diese Verbriefung ist vielleicht eher bei Grundstücken bekannt.
Aus der Historie: „Mit der Eintragung einer Hypothek wurde ein Hypothekenbrief herausgegeben.“

  • Es ist keine Beteiligung
  • Sie zeichnen eine Anleihe!

Anleihen können im Kurs schwanken, Kursänderungsrisiko. Bei dieser Anleihe ist ebenso ein Bonitätsrisiko vorhanden. Bevor Sie investieren fragen Sie nach dem Rating und den weiteren Risiken. Es sind weitere Risiken dieser Hybridanleihe vorhanden

Warum wird die Zeichnungsphase der Stromanleihe verlängert?

Quelle dieses Artikels : Datum 30. August 2013, Brunsbütteler Zeitung mit dem Titel
„Nur wenige Bürger zeichnen die Stromanleihe

Jun 192013
 

Der Bund macht sich aus dem Staub, die Bürger sollen es mit einer Bürgeranleihe richten!

Oder: ein Kuckucksei für die Bürger! 

In unserem Blog, Geld vermehren, geben wir Hinweise, dass Anleger Angebote, auch von Staatunternehmen angebotene Anleihen, wie Bürgeranleihen, äußert kritisch betrachten sollten. Mitunter ist es notwendig das Geld zu schützen und die Risiken an Hand von wenigen Kriterien zu erkennen.

 

Die Bürgeranleihe für die Westküstenleitung bedarf einer Revision. Es gehört zum guten Ton, den Bürgern reinen Wein einzuschenken und nichts im Nebel stehen zu lassen. Transparenz wird von einem Staatsunternehmen wie Tennet gefordert. Die Bürger sollten nicht blauäugig nur das Gute lesen oder das sehen , womit Politiker werben. 1000 positive Berichte - die Anleihe muß einfach gut sein???? Recherchieren Sie selbst.

Bürgeranleihe im Nebel

Finanzierung durch eine Bürgeranleihe -Netzausbau an der Westküste zur Energiewende erforderlich

Der Netzausbau der 380 kV Stromleitung wird erforderlich. Zukünftig soll in Schleswig-Holstein mehr Strom aus Windenergie zur Deckung des Strombedarfs in Deutschland erzeugt werden.  Dafür ist eine sogenannte Westküstenleitung von Niebüll, Husum, Heide,Barlt  bis Brunsbütte erforderlich. Was jedoch den Bürgern als Vorzugszeichnung zugemutet wird, darüber wird kein Wort verloren.

„Gemeinsam für die Energiewende -es klingt wie ein Märchen“

Ausnutzung der Unkenntnis von vielen Bürgern!

Mit Datum vom 14.06.2013 flattern Anschreiben an Bewohner der Gemeinden ins Haus, die in den Landkreisen Nordfriesland und Dithmarschen liegen.

In diesem Schreiben beginnt der Vorsitzende der Tennet TSO GmbH, Manfred Fuchs mit den Worten:

„ Wir haben uns in Deutschland das große Ziel gesetzt, die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen“.

Ist Tennet sich überhaupt seiner Verantwortung bewußt?

Ziele kann sich jeder setzen, aber Tennet ist doch dazu verpflichtet die Energieversorgung sicherzustellen. Eine Frage sollte erlaubt sein: „Wofür hat Tennet die Konzession erhalten?“

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